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Toner entsorgen

Tipps zur Entsorgung von Tinte- und Toner-Behältern

Entsorgen Sie diese auf keinem Fall mit dem normalen Hausmüll. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, fragen Sie einfach in Ihrer Kommune an, wie Sie das am besten handhaben. Bzw. gibt es auch von Ihrem Ort bzw. Landkreis eine Information darüber im Internet.

Hier ein Auszug aus dem Abfallratgeber des Bayerischen Landesamtes für Umwelt:

Quelle

 

Druckerpatronen und Tonerkartuschen (Tintenpatronen, Kartuschen, Tonerkartuschen – flüssig und pastös für Kopierer, Faxgeräte und Laserdrucker – Farbtoner, Fotoleitertrommeln in Kopierern, Faxgeräten, Resttonerbehälter in Laserdruckern) werden in Deutschland noch weitgehend zusammen mit dem Restmüll entsorgt.

Leere Druckerpatronen und Tonerkartuschen sollten aber vorrangig den von Herstellerseite und anderen Organisationen angebotenen Rücknahmesystemen zugeführt werden.

Auch kommunale Wertstoffhöfe nehmen derartige Geräte an. So lassen sich Patronen oder Kartuschen für eine Wiederverwendung vorbereiten oder verwerten.

Je nachdem, welches Druckersystem in Haushalt und Büro im Einsatz ist, sind unterschiedliche Verbrauchsmaterialien erforderlich, hauptsächlich Tinten oder Toner. Sollten die Produkte im Ausnahmefall mit GHS-Piktogrammen oder nach bisheriger Kennzeichnung mit orangefarbenen Gefahrensymbolen1 gekennzeichnet sein, handelt es sich bei ihnen im Entsorgungsfall um gefährlichen Abfall.

Fotoleiter- oder Bildtrommeln können gefährlicher Abfall sein, so z. B., wenn sie Cadmiumsulfid oder Arsenselenid-Beschichtungen enthalten (s. Anlaufstellen-Leitlinie Nr. 82 oder LAGA M 313 ). Sie können in regelmäßig zu tauschende Systemeinheiten (Kartuschen) integriert sein. Tinten werden in Drucker- oder Tintenpatronen eingesetzt. Je nach Hersteller und Bauart wird im Einzelnen zwischen Druckerpatronen, Druckköpfen oder Tintentanks unterschieden. Es gibt eine Vielzahl hersteller- bzw. druckerabhängiger Varianten. Die Druckerpatrone ist eine Einheit aus Druckdüse und Tinte. Der Aufbau der einzelnen Druckerpatronen orientiert sich an den Spezifikationen des Druckkopfes für den jeweiligen Druckertyp: Es gibt Druckerpatronen mit kombinierten oder separaten Farbkammern für Cyan, Magenta und Gelb sowie kombinierte Patronen mit Cyan/ Magenta/ Gelb und Schwarz oder separatem Schwarz. Toner werden in Vorratsbehältern (Kunststoff) oder Tonermodulen (Tonerkartuschen) untergebracht. Tonerkartuschen enthalten sowohl den Vorratsbehälter, als auch weitere druckrelevante Bauteile, wie z. B. die Fotoleitertrommel oder die alternativ mögliche Transferrolle (DGUV 2008), (s. hierzu auch BITKOM, UBA & Beschaffungsamt 2014). Tonerpulver ist sehr fein: Es handelt sich um 5 bis 30 µm große Teilchen. Daher verhält sich das Pulver ähnlich wie eine Flüssigkeit4 . Toner sind komplex zusammengesetzt und bestehen aus den verschiedensten Stoffen. Die Zusammensetzungen sind Betriebsgeheimnis der Hersteller. In der Literatur werden unter anderem folgende Stoffe genannt, die meist nur in jeweils geringer Menge vorliegen: • Schwermetalle (Eisen, Kupfer, Aluminium, Mangan, Chrom, Zinn, Nickel, Kobalt, Antimon, Cadmium, Silber, Strontium) • Flüchtige organische Verbindungen (VOC) wie Benzol, Styrol, Phenol, Toluol • Organozinnverbindungen (OZV) • Azofarbstoffe.

Untersuchungen der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV 2008 und 2013) zu Tonerpulver- und Feinstaubanalysen der Raumluft hatten ergeben, dass der Gebrauch von Laserdruckern und Kopiergeräten zu keiner Mehrbelastung des menschlichen Organismus führt. Gesundheitliche Probleme beim Druckerbetrieb können aber wohl doch nicht ganz ausgeschlossen werden. So werden in diesem Zusammenhang weiterhin Allergien, eine gewisse Toxizität und Feinstaubproblematik diskutiert (s. z. B. nanoControl 2015 oder Haufe.de/Arbeitsschutz 2012).

Vermeidung

Um den Verbrauch an Tinte oder Toner samt Behältern zu reduzieren, sollte umgedacht werden. Muss eine Mail oder ein Schriftstück wirklich ausgedruckt werden oder reicht nicht auch die elektronische Speicherung? Büroarbeit und Schriftverkehr sollten soweit möglich papierlos erfolgen. Damit ließe sich zudem der Papierverbrauch verringern. Bei privaten Druckern führt ein sparsames Drucken dagegen häufig zum Eintrocknen der Tinte oder Verkleben des Druckerkopfes. Wichtiges Auswahlkriterium für Drucker ist, ob sie mit wiederbefüllbaren Druckerpatronen oder Tonerkartuschen betrieben werden können. Des Weiteren sollte das Gerät auf einen jeweils anfallenden Druckbedarf angepasst sein. Dann bräuchten Kartuschen oder Patronen weniger häufig gewechselt zu werden. Beim Kauf von Tintenstrahldruckern sollte darauf geachtet werden, dass sich die Farbpatronen einzeln wechseln lassen und dass für den Schwarz-Weiß-Druck eine separate schwarze Druckerpatrone vorhanden ist. Bei gebrauchten Druckerpatronen oder Tonerkartuschen, die nicht von Herstellerseite wieder befüllt wurden, sollte auf die Bezeichnung geachtet werden:

  • „Aufbereitete“ sind aufgearbeitete gebrauchte Kartuschen (s. „Vorbereitung zur Wiederverwendung“ unter „Verwertung“).
  • In so genannten „Refillprodukten“ wird lediglich Tinte oder Toner nachgefüllt, in der Regel aber keine sonstige qualitätssichernde Aufarbeitung vorgenommen. Dies könnte anschließend zu Mehrkosten durch Reparaturen oder zu einer verkürzten Lebensdauer der Geräte führen.

Verwertung

Namhafte Hersteller bieten im Internet eine kostenlose Rücknahme ihrer Druckerpatronen oder Tonerkartuschen an (s. Der Blaue Engel5 oder tintenalarm.de6 ). Weiterhin gibt es zahlreiche Angebote von Entsorgungs(fach)betrieben. Hier wird teilweise sogar Geld für Druckerpatronen geboten. Dabei können je nach Hersteller einige Euro pro Patrone erzielt werden. Erträge richten sich nach Tagespreisen. Einzelne Verwerter stellen dazu umfangreiche Listen zu Geräten ins Internet, die sich letztlich für eine Wiederverwendung der Komponenten eignen. Die komplette Aufarbeitung (Maßnahme in Vorbereitung zur Wiederverwendung als erster Verwertungsschritt nach KrWG) von Tonerkartuschen erfordert nach DGUV (2008) mehrere Arbeitsschritte: Die Kartusche wird vom restlichen Toner gereinigt, die einzelnen Komponenten geprüft und Verschleißteile erneuert. Mit Alkohol gereinigt können die Kartuschen dann wiederverwendet werden. Ein Verfahren nach DIN 33870 sorgt für gleichbleibende Druckqualität und einen störungsfreien Betrieb. Der alte Tonerbehälter wird entsorgt. Die allermeisten Druckerpatronen und Tonerkartuschen werden in Deutschland zusammen mit dem Restmüll entsorgt (2010, geldfuermuell online), was zumindest in Bayern bedeutet, dass sie energetisch verwertet werden.

Entsorgung haushaltsüblicher Mengen Leere Druckerpatronen und Tonerkartuschen sollten vorrangig den von Herstellern und anderen Organisationen angebotenen Rücknahmesystemen zugeführt werden. So können die Patronen oder Kartuschen für eine Wiederverwendung vorbereitet oder verwertet werden. Druckerpatronen und Tonerkartuschen werden auch an Wertstoffhöfen entgegengenommen, beispielsweise über rote Tonnen. Das kann über die kommunalen Abfallberater in Erfahrung gebracht werden. Hierüber und über die entsprechenden Wertstoffhöfe informieren die Internetseiten der kommunalen Abfallwirtschaft (s. Abfallwirtschaft in Ihrer Region). Eine Erfassung von Druckerpatronen und Tonerkartuschen aus privaten Haushalten über Wertstoffhöfe oder Problemabfallsammelstellen ist auch deshalb zu empfehlen, weil der Bürger oder der kleine Gewerbebetrieb im Zweifelsfalle nicht erkennen kann, ob es sich bei seiner zu entsorgenden Tintenpatrone oder Tonerkartusche um gefährlichen oder nicht gefährlichen Abfall handelt. Durch das neue Elektrogerätegesetz sind Händler mit einer Verkaufsfläche für Elektro- und Elektronikgeräte von mindestens 400 m² Verkaufsfläche verpflichtet, beim Neukauf eines Druckers etc. ein gleichwertiges Gerät kostenlos zurückzunehmen. Für kleine Geräte (< 25 cm äußere Abmessung) ist der Händler (> 400 m²) immer zur Rücknahme, in haushaltüblichen Mengen, verpflichtet, auch wenn kein Neugerät gekauft wird. Sofern Druckerpatronen / Tonerkartuschen einen Chip aufweisen oder Strom zum Betrieb benötigen und somit als Altgerät einzustufen sind, gelten die genannten Rücknahmeverpflichtungen auch für diese Altgeräte / Bauteile. Nach einer Übergangsfrist gilt diese Verpflichtung für den stationären Handel sowie für den Online-Handel (bei einer Lagerund Versandfläche von mindestens 400 m²) jeweils ab 24.07.2016.

 

Toner und Druckerpatronen kostenlos entsorgen lassen:

Druck-Collect https://www.druck-collect.de
8 x in Berlin, München, Potsdam, Hamburg, Köln, Lüneburg, Bielefeld, Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf

Pro-Cycle http://www.pro-cycle.eu
Bundesweit


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